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Wer war Friedrich Wilhelm August Fröbel ?

Mit Sicherheit einer der bedeutendsten Pädagogen des 19. Jahrhunderts! Sein Interesse galt - wie sein Hauptwerk sagt - der Menschenerziehung.
Er wurde am 21.04.1782 als sechstes Kind des evangelischen Pfarrers Jacob Fröbel in Oberweißbach in Thüringen geboren. Ohne die Fürsorge und Liebe der Mutter, die bald nach seiner Geburt starb, wuchs er hier auf. Dieser frühe Verlust hat sein Leben und sein Denken nachhaltig geprägt und ihn nicht zuletzt für die frühe Kindheit sensibilisiert. Als er 4 Jahre alt war, heiratete sein Vater wieder. Seine neue Mutter erwarb seine Zuneigung, doch als ein weiteres Brüderchen geboren wurde, fühlte er sich vernachlässigt und alleingelassen. Er sucht schon bald Trost in der Natur, in der praktischen Tätigkeit und in der Religion. Der Vater schickte ihn als einzigen Knaben des Ortes in die Mädchenschule, der religiösen Unterweisung wegen, dieser Besuch prägte ihn nachhaltig. Vielleicht wurde er hier von seinen Mitschülerinnen ein wenig "bemuttert". Als er 10 Jahre alt war, holte ihn ein Bruder seiner Mutter nach Stadtilm, wo er die Schule besuchte. Der Wechsel ins Haus seines Onkels der ihm Güte, Vertrauen und Verständnis entgegenbrachte und ihm auch persönliche Freiheit gewährte mag ihm wie eine Erlösung vorgekommen zu sein. Mit 15 Jahren entschied er sich seiner Naturverbundenheit wegen zu einer Försterlehre, währen der er mit den Selbststudium begann, da sein Lehrherr sich wenig um ihn kümmerte. 1799 ging er nach Jena und fing ein naturwissenschaftliches Studium an - vor allen Mathematik, Mineralogie- und Naturwissenschaft. 1801 rief ihn der Vater noch einmal nach Oberweißbach. Nach dessen Tod im Jahre 1802 verließ Friedrich Fröbel entgültig seinen Heimatort. Aus finanziellen Gründen musste er sein Studium im dritten Semester abbrechen. Er ging nach Bamberg und arbeitete als Geometer und später als Geheimsekretär in Mecklenburg. 1805 ging er nach Frankfurt/Main um Architektur zu studieren.

So waren die ersten 23 Jahre seines Lebens eine Zeit des Suchens.

Nach weiterer Tätigkeit in der Landwirtschaft entschied er sich schließlich für den Erzieherberuf und wurde Lehrer an einer privaten Pestalozzi-Modell-Schule bei Dr. Gruner in Frankfurt/Main. Nach einem ersten Aufenthalt bei Pestalozzi bekam er den Auftrag für einen neuen Lehrplan. Seine Überzeugung, daß nur eine ganzheitliche Bildung und Erziehung sinnvoll sei, paßte nicht zum üblichen Klassenunterricht. Er wurde Hauslehrer bei der Familie v. Holzhausen. Schon bald entwickelte sich eine innige Verbundenheit zu seinen Zöglingen und deren Mutter. Von 1808 bis 1810 war er mit seinen drei Schülern in Ifferten bei Pestalozzi.

Mit 28 Jahren formulierte er den wichtigsten Grundsatz seiner pädagogischen Arbeit:
"Drei Richtungen sind dem Streben des menschlichen Geistes gegeben: Die Forschung der Natur, daß Hinabsteigen in sich, daß erheben in Gott. Diese drei sind eins."

1813/14 nahm er an den Befreiungskriegen als Lützoer Jäger teil. In dieser Zeit wurde er persönlich bekannt mit Friedrich Ludwig Jahn, dem "Turnvater" , sowie mit seinen späteren Mitarbeitern Langethal und Middendorf.
Nach erneuten Studien in Chemie, Mineralogie und Philosophie an der Universität in Berlin gründete er 1816 nach dem Tod seines Bruders Traugott wegen der drei Halbwaisen, zusammen mit noch zwei Kindern seines Bruders Christoph, anderen Verwandten und zwei Studenten der Theologie, Langethal und Middendorf, als eine Art pädagogisches Familienunternahmen:

Die "Allgemeine deutsche Erziehungsanstalt" in Keilhau.

Hier entstanden mehrere Schriften zu Fragen der Erziehung, u.a. die "Menschenerziehung". Ziel der Heimschulpädagogik war für ihn, "freie, selbstständige denkende Menschen" zu bilden, die ihr Wissen und Können in jeder Lebenslage zu nutzen verstehen.
Trotz vieler finanzieller und - heute würden wir sagen gruppendynamischer - Schwierigkeiten bestimmte dies sein weiteres Leben. 1818 heiratete er Wilhelmine Hoffmeister. Die Ehe blieb kinderlos. Wilhelmine wurde seine treueste Mitarbeiterin. 1831 verließ er Keilhau und zog wieder in die Schweiz, wo er u.a. als Erzieher in einen Waisenhaus in Burgdorf tätig war. Hier erkannte er, daß die Bildung der Kinder und eine bewußte Entwicklung ihres Beschäftigungsbetriebes bereits im Vorschulalter erfolgen muß.

Er entwickelte Beschäftigungsmittel, die er später als "Spielgaben" bezeichnete. Grundelemente derselben sind Kugel - Walze und Würfel.

1836 kehrte Friedrich Fröbel nach Thüringen zurück. 1837 starb seine Frau Wilhelmine Hoffmeister. Er gründete in Bad-Blankenburg einen Werkstatt zur Herstellung seiner Spielgaben sowie einen "Spielkreis" , wo er diese praktisch erprobte und "Spielführer" ausbildete. Bald erkannte er, dass Frauen und Mädchen für diese Tätigkeit besonders geeignet sind. Auf der Suche nach einem Namen für seinen Spielkreis prägte er das Wort "Kindergarten". Es beinhaltet die Aufgabe, die dort vereinten Kinder zu pflegen und bewußt ins Leben hineinwachsen zu lassen. Der Begriff "Kindergarten" ging wörtlich oder wörtlich übersetzt in den Sprachschatz vieler Völker ein. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde das Gedankengut von Friedrich Fröbel weltweit bekannt. Unermüdlich trat er dafür ein, daß für die Betreuung der Kinder in den Kindergärten gut ausgebildete Kindergärtnerinnen notwendig sind. Deshalb gründete er 1849 in Bad - Liebenstein bei Meiningen die "Anstalt für allseitige Lebenseinigung durch entwickelnd-erziehende Menschenbildung".

Die Erkenntnis von Schönheit und Lebensformen, daß Vorgehen vom Punkt über die Linie und Fläche bis zum Körper in auf- und absteigender Folge beim Umgang mit den Spielmitteln sind charakteristisch für Fröbels Methode.

Manches ist in Kindergärten heute noch bekannt, doch war Friedrich Fröbel weit mehr als nur der Vater des "Kindergarten" , dessen Verbot 1851 durch die preußische Regierung ihn tief betroffen hat. Die Aufhebung der Verbotes hat er nicht mehr erlebt.

Getreu seinem Leitspruch "Kommt laßt uns unseren Kindern leben" wirkte er in den kleinen Schloß Marienthal bis zu seinem Tode am 21. Juni 1852. Eine seiner begeisterten und einflussreichen Schülerinnen war Bertha von Marenholtz-Bühlow, die viele Jahre auch in Dresden gewirkt hat, dort begraben ist und der die internationale Verbreitung des Kindergarten weitgehend zu verdanken ist.

Die UNESCO nahm Friedrich Fröbel anläßlich der 200. Wiederkehr seines Geburtstages 1982 in den Gedenk-Kalender für international bedeutende Persönlichkeiten auf. An einem wissenschaftlichen Kongress an der Universität Jena nahmen in jenen Jahr sehr viele Pädagogen aus ganz Deutschland, Europa, den USA und Japan teil und kamen für einen Tag nach Oberweißbach, um Geburtsort und Geburtshaus von Friedrich Wilhelm August Fröbel kennenzulernen und den Gründer der Kindergärten hier zu Ehren.